2020

Täter-Opfer-Ausgleich und Adhäsionsverfahren


Schwerpunktthema der zweiten Ausgabe 2020 ist das Strafprozessrecht. Ein Ziel des Strafverfahrens ist die Wiederherstellung des Rechtsfriedens. Dieses kann neben oder anstatt einer Verurteilung und Bestrafung des Täters auch auf anderem Wege erreicht werden. Das Adhäsionsverfahren ermöglicht dem Verletzten einer Straftat, zivilrechtliche Schadensersatzansprüche bereits im Strafverfahren geltend zu machen. Hierzulande ist es aber im Vergleich zu ähnlichen Rechtsinstituten in anderen Ländern in der Praxis kaum relevant.
Maurice Fritz betrachtet die Ursachen und Möglichkeiten, das Adhäsionsverfahren zu reformieren.
Julius Hommel beschäftigt sich mit dem „Täter-Opfer-Ausgleich“. Dieser soll Täter und Opfer einen
Rahmen bieten, in dem sie ihren Konflikt aufarbeiten können. Aufgezeigt werden dabei sowohl
Kritikpunkte als auch Stärken dieses Instruments der „Restorative Justice“. 
Max Walter Kinninger analysiert die Bedeutung des Gerichtsverfahrens in der Diskursanalyse Michel Foucaults und der Systemtheorie Niklas Luhmanns und entwickelt dafür einen Vergleichsrahmen anhand des Begriffs der Macht.
Familienunternehmen machen einen Großteil der in Deutschland ansässigen Unternehmen aus. Adrian Koch untersucht am Beispiel der Tchibo GmbH, inwiefern sich Familienunternehmen anhand gesellschaftsrechtlicher Kategorien von anderen Unternehmen unterscheiden.
Die Digitalisierung eröffnet Unternehmen neue Möglichkeiten, geht aber auch mit neuen Gefahren einher. Leonard Schilmöller zeigt Cyberrisiken als eines dieser Probleme auf und beschäftigt sich hierbei insbesondere mit der Geschäftsleiterhaftung in Bezug auf Cyberrisiken.
Im Spannungsverhältnis zwischen Meinungs- und Religionsfreiheit stellt sich vor dem EGMR seit Jahren die Frage, wie mit Aussagen, die vermeintliche Angriffe gegen religiöse Überzeugungen darstellen, umgegangen werden soll. Berivan Cebba befasst sich mit diesem Problem unter Berücksichtigung des Urteils des EGMR „E.S. gegen Österreich“ (Nr. 38450/12 – 2018).
Abschließend bietet Franz Schmelzing einen Überblick über gegenwärtige Regelungen betreffend
der Corona-Pandemie und befasst sich dabei insbesondere mit deren Verfassungsmäßigkeit.

 

Thema: TOA und Adhäsionsverfahren

Maurice Fritz, Opferschutz im Strafverfahren – Die Zukunft des Adhäsionsverfahrens, S. 29

Julius Hommel, Der Täter-Opfer-Ausgleich als Aushängeschild von „Restorative Justive“ in Deutschland, S. 37

Max Walter Kinninger, Zur Bedeutung des Gerichtsverfahrens bei Michel Foucault und Niklas Luhmann, S. 41

Gesellschaftsrecht

Adrian Koch, Die Familie als Unternehmen – Der Gesellschaftsvertrag der Tchibo GmbH, S. 49

Leonard Schilmöller, Cyberrisiken und Business Judgement Rule, S. 57

Öffentliches Recht

Berivan Cebba, Hate speech oder Blasphemie? Zum Umgang mit Angriffen gegen religiöse Überzeugungen: Der Fall E.S. gegen Österreich (Nr. 38450/12 – 2018), S. 66

Franz Schmelzing, Corona und das Grundgesetz, S. 76


Das Arbeitsrecht muss stets auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen reagieren. Neben der stetigen Flexibilisierung der Arbeitswelt und dem demographischen Wandel stellen auch unvorhergesehen eintretende Wirtschaftskrisen das Recht vor große Herausforderungen. Die Freilaw Ausgabe 1/2020 widmet sich sowohl Fragen des Individual- als auch des Kollektivarbeitsrechts. Viele Arbeitnehmer wünschen sich eine Flexibilisierung oder Reduktion der Arbeitszeit. Mit dem Job-Sharing untersucht Mirjam Marte die arbeitsrechtlichen Grundfragen eines eher weniger diskutierten Arbeitszeitmodells. Die zu erwartenden wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie werden viele Unternehmen vor große Herausforderungen stellen. Jana Schäfer beschäftigt sich mit Möglichkeiten in Wirtschaftskrisen individualvertraglich von Tarifstandards abzuweichen.Milena Wassermann zeigt auf, wie die die Grundrechtecharta der Europäischen Union Rechte der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberkoalitionen auf Tarifautonomie und Arbeitskampf schützt und welche Relevanz sie für das nationale Arbeitsrecht entfaltet. Für Studierende, die ihr erstes Staatsexamen gerade hinter sich gebracht haben stellt sich die Frage: Was nun? Soll ich mir eine Auszeit nehmen, gleich ins Referendariat starten, oder möglicherweise sogar ein Promotionsvorhaben in Angriff nehmen? Sonja Bühler hat sich für ein LL.M.-Studium an der University of Edingburgh entschieden und schildert uns ihre Eindrücke. Abgerundet wird diese Ausgabe von zwei Rezensionen. Lena Schauer wirft erneut einen Blick auf einen Klassiker, der nahezu jedem Jurastudierenden vertraut sein dürfte, „Schuldrecht AT“ von Looschelders. Leo Kohz rezensiert „Das neue Datenschutzrecht“ von Schantz/Wolff, nachdem er während eines Praktikums bei einer auf Datenschutzrecht spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei
mit diesem Werk gearbeitet hat.

2019

Recht im digitalen Zeitalter


Mit der vorliegenden Ausgabe präsentieren wir Ihnen zwei Themenschwerpunkte. Das Hauptthema ist das Thema Recht im digitalen Zeitalter, das in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung erlangt. Unter diesem Thema können Sie eine Seminararbeit zur Zulässigkeit von Nachbildungen der Realität bei Computerspielen lesen und ferner fasst ein Artikel den gemeinsam von Elsa Freiburg e.V. und Freilaw e.V. veranstalteten Vortrag über künstliche Intelligenz zusammen. Zuletzt handelt ein Interview von der Tätigkeit eines Rechtsanwalts, der unter anderem in der IT- Branche arbeitet. Der zweite Themenschwerpunkt beleuchtet jüngere Entwicklungen des Justizwesens in Polen. Dabei können Sie in einer Seminararbeit zum Aufbau und der 2015 beginnenden Demontage des polnischen Verfassungsgerichts lesen. Der nächste Artikel ist der erste Teil einer Artikelreihe
und stellt die Änderungen zur Judikative seit 2015 in chronologischer Reihenfolge dar. Der zweite Teil, der in einer der nächsten Ausgaben veröffentlicht wird, wird diese Ereignisse unter Berücksichtigung des Unionsrechts in rechtsstaatliche und demokratische Grundsätze einbetten. Schließlich erhalten Sie durch einen Artikel zur Klausurentaktik mit Hinweisen zum Verfassen juristischer Klausuren im Studium und was es dabei zu beachten gilt. In dieser Ausgabe finden Sie darüber hinaus die abgedruckte Version der Erstplatzierten bei der Freiburger Vorauswahl des Jura Poetry Slam 2019. Zuletzt beinhaltet auch diese Ausgabe eine Rezension, und zwar über das Internationale Privatrecht, 2. Auflage 2019, Band 2, verfasst und herausgegeben von Christian von Bar und Peter Mankowski.

EU und Israel – zwei aktuelle Herausforderungen im internationalen Recht


Recht ist nie stetig, sondern stets im Wandel. Sichtbar wird dies immer wieder dann, wenn Gesetze oder rechtlich bedeutende Handlungen auf gesellschaftliche Kritik stoßen und Kontroversen auslösen. Eine solche Entwicklung ließ und lässt sich in der letzten Zeit etwa in Israel und ganz besonders in der Europäischen Union feststellen.
So möchten wir in dieser Ausgabe den ein oder anderen Aspekt jüngerer Entwicklungen im Recht oder in seiner Anwendung beleuchten. Zunächst können Sie dazu einen Artikel zum „Menschenwürdeverständnis Israels und dessen Entwicklung auf das israelische Recht“ lesen. Sodann wird der politisch brisante Aspekt der „Anerkennung Jerusalems und der Verlegung der US-Botschaft im Rahmen des Völkerrechts vorgestellt. Dem schließen sich zu europarechtlichen Fragestellungen ein Artikel zur „Problematik der europäischen Demokratie und der rechtsschöpfenden Tätigkeit des EuGH“ sowie ein Artikel zu „Conditional consent as a valid legal ground for data processing“ innerhalb der DSGVO an. Ebenfalls an das Europarecht angelehnt erscheint die Fallbesprechung der Causa Magnus Gäfgens, die im Rahmen des Rechtsschutzes und der Verfahrensgarantien der EMRK beleuchtet wird. Zum anderen erhalten Sie durch die Abhandlung zum „Schutz des Kernbereichs der Persönlichkeit im Rahmen strafprozessualer Ermittlungen“ einen Einblick in bedeutende Problemfelder des Strafprozessrechts. Abgerundet wird auch diese Ausgabe durch zwei Rezensionen, zum einen über das Lehrbuch „Familienrecht“ von Nina Dethloff und zum anderen über die „Einführung in die Logik und ihren Gebrauch“ von Alexander Aichele, Jakob Meier, Joachim Renzikowski und Sebastian Simmert.

2018

Facetten des Rechts


In dieser Ausgabe präsentieren wir Ihnen eine bunte Vielzahl an verschiedenen Artikel, die verschiedene Facetten des Rechts aufzeigen. Eingeleitet wird diese Ausgabe mit einem rechtsphilosophischen Beitrag von Noah Sprunkel aus Frankfurt, der mit seiner Seminararbeit „Strafe bei Nietzsche“ einen Schnittpunkt zwischen Strafrecht und Rechtsphilosophie getroffen und einen spannenden Artikel geschaffen hat. Sodann werden Sie durch einen umfangreichen Artikel über unternehmerische Entscheidungen im Aufsichtsrat im Rahmen einer Seminararbeit von Jakob Nicola in die Thematik von Aufsichtsratsentscheidungen eingeführt. Lesen Sie darüber hinaus einen Beitrag zur Fortsetzung der Reihe Jura und Lyrik von Theodor S. Lammich, der mit seinem Poetry Slam nicht nur den Freiburger Vorentscheid des Jura Poetry Slams 2018 gewann, sondern auch beim Finale in Berlin, im Rahmen des vom Deutschen Anwaltverein (DAV) unterstützten Jura Poetry Slams, den ersten Platz erreichte und damit den Sieg zum dritten Mal in Folge für Freiburg entschied. Die Freilaw Redaktion gratuliert dem Gewinner nochmal ganz herzlich und wir freuen uns, Ihnen „Eine märchenhafte Theorie“ präsentieren zu dürfen. Daran schließt sich ein Praktikumsbericht über das Backstage Programm von Thomas Quirin bei Clifford Chance an. Die letzte Ausgabe des Jahres 2018 endet mit drei Rezensionen, zum einen über den Beck’schen Referendarführer 2018/2019 von Moritz Neumann und zum anderen zum Markenrecht von Karolina Kita und schließlich zum Internationalen Zivilverfahrensrecht mit internationalem Insolvenzrecht und Schiedsverfahrensrecht von Nedret Madak. 

Gleichberechtigung


S.O.D. – Safe Our Data


2017

Mit guten Rechtssätzen ins neue Jahr?


§ 611a Arbeitsvertrag


Wähle Dir die Welt, wie sie Dir gefällt


2016

Jubiläumsausgabe – 10 Jahre Freilaw


Tatort Internet